Spielanleitung Strategiespiel

Schachbrett

  • Material: Seile oder Filzmatten

  • Gruppe: 7 – 15 Teilnehmer

  • Zeit:  ca. 30 Minuten

Beschreibung

Ein Feld, das wie ein großes Schachbrett aussieht, muss unversehrt als gesamte Gruppe durchschritten werden. Allerdings gibt es in diesem Schachbrett auch zahlreiche Fallen (Minen), so dass diese Felder nicht betreten werden dürfen. Ziel ist es, dass die gesamte Gruppe am anderen Ende ankommt.

Die Regeln dabei sind:

  • Die gesamte Gruppe agiert gemeinsam und befindet sich meistens gemeinsam im Schachbrett. Der Abstand zwischen dem vordersten und hintersten Spieler darf nicht mehr als 3 bis 4 Reihen betragen (je nach Gruppengröße).

  • Betritt ein Spieler ein Feld, das eine Falle ist, wird zunächst ein Arm unbrauchbar, beim zweiten Mal ein Bein. Sollte er dreimal auf eine Falle treten, ist auch sein zweites Bein unbrauchbar und er muss von nun an von einem oder mehreren anderen Spielern gestützt und mitgetragen werden. Schon alleine aus diesem Grunde ist eine sorgfältige Vorplanung erforderlich, um diese unvorhersehbaren „worst-case-Fälle“ auffangen zu können.

  • Jeder Spieler kann von seinem Feld aus auf jedes seiner benachbarten Felder gehen (8 Nachbarfelder). Felder können aber nicht übersprungen werden.

  • Der Spielleiter signalisiert dem jeweiligen Spieler (Pfiff), wenn er auf eine Falle getreten ist. Dabei nutzt der Spielleiter seinen Schachbrettplan, auf dem die Felder mit Fallen aufgezeichnet sind. Dadurch, dass von der Gruppe nie 2 Schritte gleichzeitig gemacht werden dürfen, kann sichergestellt werden, dass der Spielleiter die Vorgänge im Blick behalten kann.

Varianten:

  1. Die Spieler dürfen nur einzeln durch das Schachbrett gehen. Tritt ein Spieler auf eine Falle, erhält er einen Abzug (1 Minute für die Gesamtgruppe) oder muss einen Arm „opfern“ (wird unbrauchbar). Wenn er zum zweiten Mal auf eine Falle tritt, muss er zurückgehen (oder ein Bein „opfern“). Auf dem gleichen Weg, auf dem er gekommen ist, verlässt er auch das Spielfeld wieder, dann kommt der nächste Spieler an die Reihe. Die restliche Gruppe prägt sich den richtigen Weg währenddessen ein. Bei dieser Version gibt es viele Fallen und nur einen Weg zum Ziel.

  2. Alternativ kann auch mit Punkten gespielt werden. Punktabzug gibt es, wenn ein Spieler auf eine Falle tritt. Wird eine Falle zum zweiten oder dritten Mal betreten, erhöht sich der Punktabzug. Ebenso erfolgt Punktabzug, wenn nicht der gleiche Weg zurückgelegt wird. Die Gruppe kann auch freiwillig Punkte abgeben, um sich Planungszeit zu „erkaufen“

  3. Mannschaftsschach: Wenn das Spiel mehr Action erhalten soll, können sich zwei Mannschaften bilden, die an den beiden Enden des Schachbretts stehen. Ihre Aufgabe ist es nun, jeweils ans andere Ende des Schachbretts zu gelangen; dadurch durchdringen sich die Gruppen. Auch hier darf pro Gruppe immer nur ein Spieler im Schachbrett sein. Als letzte Steigerung kommt auch eine Einteilung in vier Mannschaften in Frage. Entsprechend muss das Schachbrett größer und quadratisch sein. (min. 24 Felder pro Seite)

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Tipps:

  • Mit dieser Übung kann die typische Fehlertoleranz einer Gruppe gut ausgelotet werden. Da hier quasi Fehler gemacht werden müssen, um überhaupt weiter zu kommen, muss hier eine positive Einstellung gegenüber Fehlern aufgebaut werden.
  • Das Spiel beansprucht (vor allem in der Version des Einzellaufes) primär die Gedächtniskräfte und sollte deswegen entsprechend eingesetzt werden.

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