Anreise und Unterkunft

Ich gebe zu, ein bisschen überfordert war ich anfangs schon und deshalb überglücklich als ich endlich im Zug nach Wassaic saß. Abgeholt wurde ich von meinem Gastvater David und Nico einem Coworker.

Nach über 11 Stunden habe ich mein Ziel Copake, NY endlich erreicht. Erschöpft aber glücklich durfte ich dann meine Gastfamilie kennen lernen und mein Zimmer beziehen.

Gleich am nächsten Tag musste ich auch schon ran und im Haus mithelfen. Kochen, putzen, Kinder bespaßen etc. Zu meinem Glück kam ich in ein Haus mit Kindern, wie ich es mir gewünscht hatte. Meine Wohnsituation war eher ungewöhnlich. Da in meinem Haus kein Zimmer frei war, musste ich in dem Nachbarhaus unterkommen und mein dort Zimmer beziehen. Dies hatte seine Vor-und Nachteile. Ich konnte nach der „Arbeit“ wirklich abschalten und mich in mein Zimmer zurückziehen ohne das jemand an meine Tür klopft und etwas möchte, jedoch fand ich es sehr schade nicht den kompletten Alltag im Haus miterleben zu dürfen.

Mit meinen Hauseltern, den Kindern, den Bewohnern und der anderen Coworkerin in meinem Haus habe ich mich super verstanden und schnell eingelebt. Ich habe viele Freundschaften geschlossen und mich in der Community schnell zurecht gefunden.

Die Arbeit

In der ersten Woche musste ich im Haus aushelfen sprich kochen und putzen. Danach wurde mir mein Workshop zugeteilt. Ich habe das Jahr über Vollzeit im Turtle Tree Seed Shop gearbeitet. Dort haben wir Gemüse, Kräuter und Blumen angepflanzt, um daraus die Samen zu gewinnen.
Diese wurde für den Eigenbedarf, aber auch zum Kauf in unserem kleine Shop, sowie im Internet angeboten.
Diese Arbeit hat mir super viel Spaß gebracht, da ich hauptsächlich draußen und mit meinen Händen arbeiten konnte. Kein Tag war wie der andere. Den Prozess konnte man jeden Tag selbst hautnah miterleben.

Mein Tag hat meist gegen 7 Uhr morgens angefangen. Frühstück und Medikamente werden vorbereiten, danach wird wieder abräumen und alles abgewaschen. Einigen Bewohnern musste man beim Anziehen und Zähne putzen helfen.
Um 9 Uhr gingen die Workshops los. Diese gingen bis 12 Uhr mittags, danach gab es mit allen zusammen Mittagessen. Die Resthour betrug 1 – 1,5 Stunden bis es dann um 14:30 Uhr wieder zum Workshop ging. Um 18 Uhr das Abendessen. Abends wurden einige Aktivitäten im und außerhalb des Hauses angeboten.

Mein Fazit

Natürlich gab es auch schwierige Zeiten für mich, auf die ich nicht weiter eingehen möchte, da sich jeder selber ein Bild machen sollte. Jedoch würde ich diese Erfahrung immer wieder machen und bereue es überhaupt nicht. Man hat neue Menschen und neue Traditionen kennen lernen dürfen und es ist schön zu sehen, wie man sich selber weiterentwickelt bzw. verändern kann.

Ich finde diese Art der Einrichtungen einfach wunderschön und kann jedem nur ans Herz legen sich selbst ein Bild davon zu machen.

2018-06-26T13:27:24+00:00

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