Spielanleitung Strategiespiel

Die Wand

  • Material: Gespanntes Seil zwischen 2 Bäumen (ca. 1,5m bis 2,0m Höhe)

  • Gruppe: 5-15 TN

  • Zeit:  ca. 45 Minuten

Beschreibung

Eine fiktive Mauer – ein in Kopfhöhe gespanntes Seil – muss von der gesamten Gruppe überwunden werden. Allerdings darf die Mauer nicht berührt werden (Magische Mauer), ebenso auch die Mauerpfosten (Bäume) und muss überklettert werden. Zur Verfügung steht der Gruppe lediglich ein Brett (mind. 2m). Sollte aber trotzdem die Mauer von Spieler*innen oder vom Brett berührt werden, so muss diese*r Spieler*in wieder auf die Ausgangsseite zurückkehren. Wie kommt der erste über die Mauer. Und vor allem, wie kommt der letzte über die Mauer?
Das Ziel ist erreicht, wenn alle Spieler*innen nach einer bestimmten Zeit auf der anderen Seite der Mauer stehen.

Varianten:

A) Es steht zusätzlich ein Seil zur Verfügung. Meist wird dieses Seil sehr kreativ eingesetzt: zur Sicherung einzelner Spieler*innen oder des Hilfsbrettes. Ein Klettergurt macht die Personensicherung deutlich leichter. Diese Hilfsmittel binden in der Regel viel Aufmerksamkeit, so dass jetzt wesentlich mehr Zeit eingerechnet werden sollte.

B) Statt einem Seil (als Mauerkante) kann auch ein Balken verwendet werden. Dieser wird in ca. 2,5 m Höhe zwischen 2 Bäumen angebracht. Es dürfen nie mehr als 3 Personen sich auf dem Balken befinden und den Kletterern helfen. Die anderen Teilnehmer*innen geben von unten her Hilfestellungen. Die Höhe des Balkens kann je nach Können der Gruppe gesteigert werden. Sicherheitsgurte benutzen!

C) Die Gruppe hat untereinander in einem permanenten Körperkontakt zu sein. Dafür ist die Höhe des Seiles ggf. deutlich geringer.

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Tipps:

  • Bei Berührung müssen auch diejenigen zurück, die gehalten haben. Dies erhöht die Wachsamkeit und Sensibilität des Teams erheblich.
  • Sicherheitsvorkehrungen: Helm, Sicherheitsgurte, den Boden nach Steinen und harten, spitzen Gegenständen absuchen. Bei unvorsichtigen Gruppen ist ein Spiel auf Zeit, Hektik und unnötige Stressfaktoren zu vermeiden. Die Mitspieler_innen begleiten den Agierenden von unten mit ausgestreckten Armen („spotten“). Gerne wird ein Abgang über den Schulterstand gewählt. Günstig wäre, wenn dieser vorher geübt wurde.
  • Das Spiel lebt vom richtigen Schwierigkeitsgrad. Dieser wiederum ist hauptsächlich von der Höhe der Mauer abhängig. Ein Hilfsseil vereinfacht die Aufgabe meist nicht, gibt jedoch mehr Würze und Sicherheit. Aber auch die Länge und Trittsicherheit des Brettes spielen eine große Rolle. Bei unerfahrenen Gruppe kann das Brett durch eine Leiter ausgetauscht werden, was die Aufgabe wesentlich erleichtert.
  • Weniger sportliche Mitspieler_innen dürfen die Mauer durch den Burggraben (ein anderer weniger schwierige Durchgang) durchqueren. Sie können auf der anderen Seite oft wertvolle Hilfestellungen geben. Das Prinzip der Freiwilligkeit spielt hier eine große Rolle.
  • Bei diesem Spiel treten besonders die Teilnehmer*innen mit ausgeprägtem „Helfersyndrom“, aber auch die „Macher*innen“ besonders in den Vordergrund. Entsprechend wichtig ist es, dass der Prozess von einer energischen Moderation geführt wird.
  • Je nach Übung kann die Planungsphase gut und gerne eine halbe Stunde beanspruchen.
  • Gelegentlich stellt die Frage, wie der Letzte über das Seil kommt, die Gruppe vor ein großes Rätsel. Eine Lösungsmöglichkeit ohne Hilfsseil wäre: die Gruppe reicht dem Letzten das Brett herüber, auf das er hochklettert. Oder das Brett wird in der Waagerechten stabilisiert und mit einem Ende steht ca. 1m über die Mauer. Der Letzte schwingt sich mit einem Felgaufschwung auf das Brett und wird dann von der Gruppe herübergezogen.

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  • eine Übersichtliche Gliederung in 10 thematische Kapitel
  • durchgehende Illustrationen: Fotos und Skizzen zu jedem Spiel
  • verständliche Darstellungen der Spiele auf je einer Doppelseite
  • viele zusätzliche kreative Spielvarianten und Tipps